Warum PAM für Banken und Finanzdienstleister unverzichtbar ist
Unternehmen aller Branchen wissen heute, wie wichtig wirksame Cybersicherheitsmaßnahmen zum Schutz personenbezogener und geschäftskritischer Daten sind. Im Finanzsektor ist der Handlungsdruck jedoch besonders hoch: Hier stehen nicht nur sensible Informationen, sondern auch erhebliche Vermögenswerte im Fokus von Cyberkriminellen.
Finanzinstitute waren in den vergangenen drei Jahren der am zweithäufigsten von Cyberkriminalität betroffene Sektor, gemessen an den gemeldeten Datenschutzverletzungen.
Finanzunternehmen benötigen daher einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz, der sowohl betriebliche Anforderungen als auch regulatorische Vorgaben berücksichtigt. Die damit verbundene Komplexität bringt jedoch zahlreiche Herausforderungen mit sich. Um kritische Systeme und sensible Daten wirksam zu schützen, sollten Finanzdienstleister auf eine leistungsfähige Lösung für Privileged Access Management (PAM) setzen. Sie ermöglicht die Kontrolle, Überwachung und Absicherung privilegierter Zugriffe und reduziert so das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe.
Die größten Cyberrisiken im Finanzsektor
Finanzdienstleister zählen seit Jahren zu den bevorzugten Zielen von Cyberkriminellen. Die Kombination aus sensiblen Kundendaten, hohen Vermögenswerten und komplexen IT-Landschaften macht die Branche besonders attraktiv für Angriffe. Eine wirksame Cybersicherheitsstrategie muss daher die unterschiedlichen Bedrohungen berücksichtigen und geeignete Schutzmaßnahmen für Systeme, Prozesse und Kundendaten vorsehen.
Zu den wichtigsten Risiken gehören:
- Unbefugte Transaktionen und Kontozugriffe – Gelangen Angreifer in kritische Systeme, können sie direkt auf Kundenkonten zugreifen und unautorisierte Transaktionen durchführen. Innerhalb kürzester Zeit lassen sich so erhebliche finanzielle Schäden verursachen.
- Diebstahl personenbezogener Daten und Identitätsmissbrauch – Neben finanziellen Vermögenswerten stehen auch vertrauliche Kundeninformationen im Fokus. Gestohlene Daten können im Darknet verkauft oder für Identitätsbetrug missbraucht werden. Die Folgen für Betroffene reichen oft weit über den eigentlichen Vorfall hinaus. Gleichzeitig drohen Unternehmen bei unzureichendem Schutz sensibler Informationen rechtliche Konsequenzen, regulatorische Sanktionen und erhebliche Reputationsschäden.
- Bußgelder und regulatorische Sanktionen – Weltweit haben Aufsichtsbehörden umfangreiche Vorgaben zum Schutz von Verbrauchern und Unternehmen geschaffen. Die Einhaltung dieser Vorschriften erfordert angemessene technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen. Verstöße können empfindliche Strafen und hohe Bußgelder nach sich ziehen.
- Komplexe Risiken bei der Zugriffsverwaltung – Um ihren Kunden größtmögliche Flexibilität zu bieten, stellen Finanzdienstleister heute zahlreiche Zugangskanäle bereit – von Web-Portalen über mobile Apps bis hin zu telefonischen Services. Jede zusätzliche Zugriffsmöglichkeit erweitert jedoch die Angriffsfläche. Um diese Risiken zu beherrschen, sind zusätzliche Sicherheits- und Kontrollmechanismen erforderlich.
Die Zahl der gemeldeten Cybervorfälle im Finanzsektor stieg weltweit von 1.829 im Jahr 2022 auf 3.348 im Jahr 2023.
Komplexe Sicherheitsinfrastrukturen
Die wirksame Abwehr dieser Risiken stellt Finanzunternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Bereits die Anzahl der eingesetzten Anwendungen erschwert die Umsetzung eines ganzheitlichen Sicherheitskonzepts. In großen Organisationen kommen häufig Dutzende oder sogar Hunderte von Anwendungen zum Einsatz, die von Tausenden Mitarbeitenden an unterschiedlichen Standorten genutzt werden.
Hinzu kommt, dass sich Finanztransaktionen selten auf einzelne Systeme oder Organisationen beschränken. Viele Geschäftsprozesse erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen, Dienstleister und Technologieplattformen. Um diese Zusammenarbeit effizient zu gestalten, setzen Finanzdienstleister häufig auf externe Partner, die über privilegierte Konten auf bestimmte Systeme zugreifen.
Diese Zugänge sind für den Geschäftsbetrieb unverzichtbar, stellen jedoch zugleich ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Werden privilegierte Konten nicht konsequent verwaltet, überwacht und abgesichert, können sie Angreifern einen direkten Zugang zu kritischen Systemen und sensiblen Daten eröffnen.
Die Sicherheitsinfrastrukturen von Finanzunternehmen sind hochkomplex und erfordern die enge Abstimmung zwischen verschiedenen Organisationen, Mitarbeitenden und Geschäftsprozessen.
Die Rolle privilegierter Konten im Finanzsektor
Privilegierte Konten sind unverzichtbar, um die zahlreichen Anwendungen, Prozesse und Arbeitsabläufe innerhalb von Finanzunternehmen sowie zwischen verschiedenen Organisationen effizient zu steuern. Da diese Konten über weitreichende administrative Berechtigungen verfügen, können sie sowohl von Personen als auch von automatisierten Systemen genutzt werden, um geschäftskritische Aufgaben auszuführen.
Zu den typischen Berechtigungen privilegierter Konten gehören:
- Ändern von Systemkonfigurationen
- Installieren, Aktualisieren und Entfernen von Software, einschließlich Schnittstellen (APIs) für externe Zugriffe
- Anlegen, Ändern und Löschen von Benutzerkonten – intern wie extern
- Zugriff auf sensible Daten sowie deren Änderung oder Löschung
- Vergabe, Anpassung oder Entzug administrativer Berechtigungen
Mit zunehmender Größe und Komplexität der IT-Landschaft steigt auch die Anzahl privilegierter Benutzer. Dabei handelt es sich nicht nur um Mitarbeitende des Finanzinstituts. Auch externe Dienstleister, IT-Support-Teams, Remote-Mitarbeitende oder automatisierte Prozesse benötigen häufig privilegierte Zugriffsrechte, um ihre Aufgaben erfüllen zu können.
Privilegierte Konten und Benutzer erweitern zwar die Angriffsfläche eines Unternehmens, sind jedoch unverzichtbar, um den reibungslosen Betrieb von Finanzdienstleistungen, Geschäftsprozessen und IT-Systemen sicherzustellen.
Risiken privilegierter Konten
Privilegierte Konten stellen zweifellos ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Gleichzeitig sind sie unverzichtbar für den Betrieb moderner Finanzdienstleistungen. Ohne privilegierte Zugriffe ließen sich komplexe IT-Infrastrukturen, Anwendungen und Geschäftsprozesse nicht effizient verwalten.
Das Risiko ergibt sich aus den weitreichenden Berechtigungen dieser Konten. Sie ermöglichen tiefgreifende Änderungen an Systemen, den Zugriff auf sensible Daten und die Verwaltung weiterer Benutzerrechte. Werden solche Zugänge missbraucht oder kompromittiert, können die Auswirkungen erheblich sein.
Zu den häufigsten Risiken zählen:
- Unbeabsichtigte Sicherheitsvorfälle durch Benutzerfehler: Fehlkonfigurationen oder Nachlässigkeiten privilegierter Benutzer können Sicherheitslücken schaffen – beispielsweise durch versehentlich geöffnete Firewall-Ports oder falsch gesetzte Zugriffsrechte.
- Insider-Bedrohungen: Mitarbeitende oder andere autorisierte Benutzer können ihre privilegierten Rechte missbrauchen, um Daten zu stehlen, Systeme zu manipulieren oder Sicherheitsrichtlinien zu umgehen.
- Privilege Escalation: Benutzer erhalten schrittweise zusätzliche Berechtigungen und verfügen schließlich über mehr Zugriffsrechte als ursprünglich vorgesehen – oftmals ohne ausreichende Transparenz oder Kontrolle.
- Identitätsmissbrauch: Angreifer geben sich als privilegierte Benutzer aus, um unbefugten Zugriff auf Systeme zu erhalten, Daten zu entwenden oder vertrauliche Transaktionen auszuspähen.
- Missbrauch gefälschter Identitäten: Cyberkriminelle legen unautorisierte Konten mit privilegierten Rechten an und nutzen diese für verdeckte Aktivitäten innerhalb der IT-Umgebung.
Wie lassen sich diese Risiken wirksam begrenzen?
Privilegierte Konten und Benutzer bilden das Rückgrat vieler Prozesse im Finanzsektor. Um die damit verbundenen Gefahren zu kontrollieren, benötigen Unternehmen einen umfassenden Ansatz für Privileged Access Management (PAM). Eine leistungsfähige PAM-Lösung hilft dabei, privilegierte Zugriffe zu verwalten, zu überwachen und abzusichern, bevor sie zum Einfallstor für Cyberangriffe werden.
PAM im Finanzsektor
Privileged Access Management (PAM) ermöglicht die sichere Verwaltung, Authentifizierung und Überwachung privilegierter Benutzer und Konten. Ziel ist es, den Zugriff auf besonders sensible Systeme und Daten kontrollierbar zu machen und gleichzeitig die Einhaltung von Sicherheits- und Compliance-Anforderungen zu unterstützen.
PAM-Lösungen stärken die Zugriffssicherheit durch zentrale Passwortverwaltung, detaillierte Protokollierung und die konsequente Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien. Sie verhindern, dass privilegierte Benutzer bestehende Sicherheitsmechanismen umgehen, und schaffen vollständige Transparenz über alle Zugriffe sowie die während einer privilegierten Sitzung ausgeführten Aktionen.
PAM ist ein zentraler Baustein moderner Cybersicherheitsstrategien, da es den Zugriff auf die kritischsten Systeme, Anwendungen und Daten eines Unternehmens kontrolliert.
Bestandteile einer PAM-Lösung
Although technical aspects of each solution may differ, all PAM solutions generally have the same components:
- Die konkreten Funktionen unterscheiden sich je nach Anbieter und Einsatzszenario. Die meisten PAM-Lösungen basieren jedoch auf drei zentralen Komponenten:Access Manager – Der Access Manager steuert den Zugriff auf privilegierte Konten und Berechtigungen. Administratoren können Benutzerrechte zentral vergeben, anpassen oder entziehen und festlegen, welche Aktionen innerhalb privilegierter Sitzungen zulässig sind.Durch die zentrale Verwaltung verbessert sich die Transparenz über privilegierte Zugriffe, während gleichzeitig Sicherheits- und Compliance-Anforderungen leichter eingehalten werden können.
Session Manager – Der Session Manager überwacht und protokolliert sämtliche Aktivitäten innerhalb privilegierter Sitzungen. Die aufgezeichneten Informationen können für Audits, Compliance-Nachweise oder die Untersuchung von Sicherheitsvorfällen genutzt werden.
Moderne Lösungen bieten darüber hinaus Funktionen wie Echtzeitüberwachung, Sitzungsaufzeichnungen per Video sowie die automatische Beendigung von Sitzungen bei verdächtigen oder nicht autorisierten Aktivitäten.
Passwortmanager und Passwort-Tresor (Vault) – Diese Komponente schützt privilegierte Konten vor dem Missbrauch gestohlener, schwacher oder veralteter Zugangsdaten. Sie unterstützt die Durchsetzung von Passwort-Richtlinien durch Funktionen wie:
- automatische Passwortrotation,
- Verwaltung von Anwendungs- und Servicekonten (AAPM),
- verschlüsselte Speicherung sensibler Zugangsdaten,
- zentrale Verwaltung privilegierter Anmeldeinformationen in einem sicheren Tresor.
Dadurch wird das Risiko kompromittierter Zugangsdaten deutlich reduziert und die Sicherheit privilegierter Konten nachhaltig erhöht.
WALLIX PAM für Finanzdienstleister
Finanzunternehmen benötigen Sicherheitslösungen, die leistungsfähig, flexibel und gleichzeitig einfach zu betreiben sind. Angesichts einer sich kontinuierlich wandelnden Bedrohungslage kommt es darauf an, privilegierte Zugriffe zuverlässig abzusichern, ohne zusätzliche Komplexität zu schaffen.
WALLIX PAM kombiniert umfassende Funktionen für die Verwaltung privilegierter Zugriffe mit einer schlanken Architektur und einer schnellen Implementierung. Die Lösung vereint Zugriffsmanagement, Sitzungsüberwachung und Passwortmanagement in einer zentralen Plattform und unterstützt Unternehmen dabei, privilegierte Konten vor internen und externen Bedrohungen zu schützen sowie regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen.
Mit WALLIX Bastion lassen sich privilegierte Zugriffe zentral steuern, überwachen und nachvollziehbar dokumentieren. Unternehmen profitieren dabei von einer hohen Transparenz über Benutzeraktivitäten sowie von einer lückenlosen Nachvollziehbarkeit privilegierter Sitzungen.
Dank des agentenlosen Ansatzes und der Unterstützung von REST-basierten Webservices lässt sich die Lösung unkompliziert in bestehende Verzeichnisdienste und Zielsysteme integrieren. Auch in heterogenen IT-Umgebungen mit individuellen Anpassungen oder Legacy-Systemen ist der Implementierungsaufwand in der Regel überschaubar.
Dadurch erhalten Finanzunternehmen die Möglichkeit, privilegierte Benutzer innerhalb der eigenen Organisation ebenso effektiv zu verwalten wie externe Dienstleister, Partner oder andere Dritte, die für ihre Tätigkeit privilegierte Zugriffsrechte benötigen.




